Georgische Küche, erklärt
Georgien liegt zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, zwischen Europa und Asien, und genau so schmeckt es dort: viel Gemüse, Walnuss und Granatapfel, Kräuter in Mengen, Fleisch über Feuer, Brot aus dem Ofen und Wein aus der Erde. Vier Wörter genügen, um sich auf einer georgischen Karte zurechtzufinden.
Khinkali
auch Chinkali geschrieben
Teigtaschen, von Hand gedreht, gefüllt mit gewürztem Hackfleisch oder Käse. Beim Kochen sammelt sich in der Tasche eine kräftige Brühe, und die ist der eigentliche Grund, warum man sie isst.
Deshalb kommen sie ohne Besteck auf den Tisch: am Zipfel greifen, vorsichtig anbeißen, die Brühe trinken, dann den Rest essen. Der Zipfel bleibt liegen. Auf georgischen Tischen zählt man am Ende die Zipfel, um zu wissen, wer wie viele geschafft hat.
Bei uns gibt es sie mit Rind, mit Käse und gemischt, jeweils vier Stück, jede weitere kommt einzeln dazu.
Chatschapuri
auf unserer Karte Khatschapuri
Käsebrot, und damit ist noch nichts gesagt, denn jede Region macht es anders. Aus Imereti kommt der flache, runde Fladen mit Käse im Teig. Aus Samegrelo derselbe Fladen, aber zusätzlich mit Käse überbacken.
Am bekanntesten ist Adjaruli aus Adscharien am Schwarzen Meer: bootsförmig, mit geschmolzenem Käse gefüllt, obendrauf ein rohes Eigelb und ein Stück Butter. Beides rührt man am Tisch unter, dann reißt man Stücke vom Rand ab und tunkt sie ein.
Wer sich nicht entscheiden kann: Lobiani ist die Variante mit Bohnen statt Käse, und die ist vegan.
Mzvadi
georgischer Schaschlik
Fleisch über offener Glut, am liebsten über Rebholz. Keine Marinade, keine Soße im Vorfeld, nur Salz und viel Zwiebel. Die Georgier halten es für die ehrlichste Art, Fleisch zu behandeln, und liegen damit nicht falsch.
Dazu kommen Satsebeli, eine Tomatensoße mit Gewürzen, oder Tqemali aus sauren Mirabellen. Beide stehen bei uns auch einzeln auf der Karte.
Bei uns kommt Mzvadi ohne Spieß auf den Teller, das isst sich am Tisch einfach besser.
Qvevri
Wein aus der Amphore
Eine Tonamphore, im Boden vergraben, darin gärt der Wein mit Schalen und Kernen. Georgien macht so seit rund 8.000 Jahren Wein, das ist die älteste durchgehende Weintradition der Welt, und die Unesco führt die Methode als immaterielles Kulturerbe.
Weiße Trauben ergeben auf diese Weise einen bernsteinfarbenen Wein mit Gerbstoff, der eher an einen leichten Roten erinnert als an das, was man aus Deutschland als Weißwein kennt.
Auf unserer Karte stehen Saperavi und Mukuzani als trockene Rote, Kindzmarauli und Khvanchkara als liebliche, dazu Rkatsiteli und Kisi in Weiß.
Und wie bestellt man das jetzt?
Am besten so, wie in Georgien gegessen wird: mehrere Gerichte für den Tisch, alle stellen ab, jeder nimmt sich. Ein, zwei Vorspeisen, ein Teiggericht, etwas vom Grill, dazu Brot und Soßen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns, wir stellen gern etwas zusammen.
